10 Ideen, wie du aus einem Tief wieder herauskommst

Vielleicht steckst du ja gerade in einem Tief und bist ziemlich down. Deine Gedanken kreisen viel um ein bestimmtes Thema und du hast die Befürchtung, dass dein Leben für immer so bleiben wird. Hier sind ein paar erprobte Tipps und Anregungen, die dir helfen, dich selbst wieder aus dem Loch zu hieven um das zu tun, wofür wir auf diese Welt gekommen sind: das Leben zu genießen!


Doch vorab: Ja, es kann uns allen passieren, dass wir schwierige Zeiten durchstehen. Das kann durch äußere Faktoren ausgelöst werden wie ein Jobverlust, dem Aus einer Beziehung oder dem Tod eines geliebten Menschen. Oder es tobt in uns drinnen sehr. Das Leben erscheint wie eine graue Sackgasse. Zeiten, in denen dunkle Gedanken, innere Konflikte und Zukunftsängste uns das Leben schwer machen, kennen wahrscheinlich die allermeisten von uns. I’ve been there.


Ich habe mal überlegt, was eigentlich dahinterstecken könnte, dass man sein Leben allzu schwarz sieht. Es könnten sein:

· Ein Mangel an Vertrauen in sich selbst bzw. Urvertrauen.

· Die Unwissenheit, dass und wie man die eigene Situation ändern kann.

· Fehlender Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Situation. So entsteht der Eindruck, dass man selbst die einzige Person mit diesen Problemen ist.


Hier sind 10 Ideen, wie du diese Punkte gezielt angehen und dich selbst wieder aus dem Tief herausholen kannst. Ich drücke dir die Daumen, dass du wieder gut auf beide Beine kommst, mit erhobener Krone und noch viel stärker als zuvor.


1. Akzeptanz: Der aller wichtigste Punkt ist zu erkennen und akzeptieren, dass es gerade nicht rund läuft. Das ist schon so viel wert. Wieviele Menschen scheitern schon an diesem Punkt, täuschen sich selbst oder lenken sich ab. Wenn du dich in deiner Situation so lieben und aktzeptieren kannst wie du bist, bist du bereits auf dem Weg der Besserung.


2. Vernetzung mit Gleichgesinnten: Es gibt Facebook-Gruppen zu den abgelegensten Themen (habe mich mit auslandsadoptierten Deutschen vernetzt, als mich das Thema umgetrieben hat), Selbsthilfegruppen und auch Videos helfen und klären zu Themen aller Art auf. Egal welches Thema dich gerade umtreibt, es gibt bestimmt ganz viele andere tolle Menschen, die auch genau da stehen, wo du bist und sich über den Austausch mit dir freuen.


3. Therapie ist immer eine gute Idee um vergangene Verletzungen aus dem Weg zu räumen. Für mich ist das so, wie Steine beim Wandern aus dem Schuh entfernen. Ohne nerviges Zeug im Schuh macht die Wanderung einfach viel mehr Spaß! Es kann aber dauern, bis jemand Zeit hat und du die für dich richtige Person und den richtige Therapieansatz gefunden hast. Und es kann dich in eine etwas passive Haltung bringen, in der du auf Input von außen wartest. Deshalb würde ich mich darauf nicht als einzigen Ansatzpunkt verlassen. Vielleicht etwas kurzfristiger verfügbar sind online psychologische Soforthilfe Angebote wie beispielsweise https://www.selfapy.com/de/kurse/depression , https://www.ingo-ostgathe.de/index.php/online-beratung.html , https://www.the-help.net/de


4. Selbstkenntnis: Wer bin ich, warum bin ich hier und was soll das Ganze? Wofür liebe ich mich und wofür stehe ich? Ich finde, wer diese Fragen beantworten kann, ist ein zufriedener Mensch, egal was außen passiert. Ein Coaching könnte da gut helfen herauszufinden, wohin du möchtest und um generelle Lebensthemen zu sortieren. Wenn du dir ein Coaching nicht leisten möchtest, findest du bestimmt ein geeignetes Buch, um deine Themen durchzuarbeiten und dich dadurch besser kennen und lieben zu lernen.


5. Bewegung und frische Luft: Bewegung, am besten an der frischen Luft, ist so wichtig für unseren Körper, Geist und Seele. Allein durch regelmäßige 20-minütige Spaziergänge im Grünen senkst du deinen Cortisolspiegel und baust so Stress ab. Außerdem hebst du mit so einem kleinen Ausflug die Stimmung und regulierst deine Zirbeldrüse, die für einen gesunden Schlaf verantwortlich ist.


6. Meditation: Meditation ist mein persönliches Lieblingstool um das innere Licht wieder anzuknipsen. Neben der klassischen Sitzmeditation gibt so viele weitere Arten der Meditation: Yoga, tanzen, malen, langsam gehen, gärtnern, hinsetzen und Augen schließen, geführte Fantasiereisen... Du findest bestimmt eine Form, die dir Freude bereitet. Wenn du regelmäßig meditierst, kannst du nachweislich dein Gehirn verändern und neue Verknüpfungen bauen. Und nebenbei das Glückshormon Serotonin ausschütten, dass für Zufriedenheit und Wohlgefühl verantwortlich ist.


7. Lebensfreude aktiv steigern: Wobei bekommst du ein fettes Grinsen im Gesicht und leuchtende Augen? Was hat als Kind dein Herz höher hüpfen lassen? Schreib dir am besten eine Liste mit 20 Aktivitäten auf, die dir Freude bereiten. Hänge diese Liste dort hin, wo sie dir jeden Tag ins Auge springt und tue täglich etwas davon – egal wie albern es dir am Anfang vorkommen sollte! Hauptsache es macht Spaß!


8. Morgenseiten: Schreibe einen Monat lang täglich Tag 3 Seiten mit deinen Gedanken am Morgen voll. Egal was dabei rauskommt und besonders wenn du genervt bist oder alles langweilig, blöd und traurig findest. All diese Gedanken müssen dein System verlassen, damit wieder Platz und Energie für Neues da ist. Es tut so gut, auch wenn man anfangs denkt, das sei komplett sinnlos. Es ist eine Art der Meditation und Selbsttherapie.


9. Ausgewogene Ernährung: Das ist höchstwahrscheinlich keine bahnbrechende Erkenntnis für dich, aber doch essentiell: Wenn du dich mit ausreichend vollwertigem Essen versorgst, tust du deinem Körper und deiner Seele etwas Gutes. Und vielleicht kannst du der Zubereitung von leckeren Gerichten ja auch ein wenig Freude abgewinnen? Es kommt aber nicht nur darauf an, was du isst, sondern auch auf das Wie. Daher: genieße deine Mahlzeiten in Dankbarkeit und in aller Ruhe. So wirst du schneller satt und kannst die Vitamine und Mineralstoffe besser in deinem Körper aufnehmen.


10. Alkohol weglassen: Verzichte eine Zeit lang auf Alkohol – auch wenn es dir schwerfällt (oder vielleicht gerade dann?) – denn Alkohol wirkt zunächst entspannend und zaubert schwierige Gefühle einfach weg. Außerdem hebt er die Stimmung und wirkt gut als soziales Schmiermittel. Doch der Schein trügt. Ein übermäßiger (zu häufiger oder zu ausufernder) Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf dein ganzes System aus. Er nimmt dir deine Energie, schwächst dein Immunsystem und macht dich emotional instabil. Diese Tatsache hat sich noch nicht richtig bei uns rumgesprochen. In unserer Kultur gehören ein Sun Downer hier, ein „Sektchen“ zum Anstoßen da, ein paar Feierabendbier dort zum guten Ton dazu. Und die Weinprobe in schöner Atmosphäre hat doch Stil. Das stimmt, aber wenn es dir sowieso nicht so gut geht, solltest du alles tun, um dein Wohlbefinden zu verbessern. Da hilft es nun mal nicht, Gift in sich hineinschütten.


Ich glaube ganz fest an dich und dass es dir nach diesem Down wieder richtig gut und noch viel besser als jemals zuvor gehen wird. Weil du dich und deine Stärken, ja auch deine Kraftreserveren besser kennengelernt hast.