Mit Selbstfürsorge durch die Bauchspieglung (Laparoskopie)

Eine Bauchspiegelung ist nichts, auf das man sich freut. Auch wenn du Bammel vor dem Eingriff hast, dann wirst du durch diesen Eingriff zumindest Klarheit über deinen körperlichen Zustand bekommen. Außerdem ist es die Möglichkeit, deinen Bauch und Uterus von Überflüssigem zu befreien. Mit etwas Vorbereitung und einer gehörigen Portion Selbstfürsorge kannst du die Zeit vor und nach der OP nutzen, um gestärkt und positiv daraus hervorzugehen.


Stell dich darauf ein, dass deine Heilung länger dauert, als man dir sagen wird. Hätte ich das gewusst, hätte es mir Vieles erleichtert, vor allem, geduldig mit mir und meinem Körper zu sein. Ich dachte, dass ich nach einer Woche wieder hergestellt sei, weil ich vom Chirurgen eine Krankschreibung für eine Woche erhielt und auch meine Frauenärztin vorab meinte, dass ich nach einer Woche wieder arbeiten könne. Nichts da! Bis alles verheilt war und es in meinem Bauch nicht mehr gezogen hat, sind 8 Wochen vergangen. 3 Wochen Arbeitsunfähigkeit, 5 weitere Wochen mit Home Office und einem bis mehreren Power Naps am Tag (nach Meetings, einem größeren Spaziergang oder anderen „anstrengenden“ Tätigkeiten). Zwischendurch war ich noch ein paar Tage arbeitsunfähig, weil ich sehr starke Periodenschmerzen hatte. 8 Wochen habe ich keinen Sport gemacht und meine fast täglichen Yogaeinheiten vermisst. Doch vorher hätte ich nicht anfangen können.


Nun aber zur Vorbereitung. Sie ist das A und O und kann dir Vieles erleichtern. Hier kannst du beginnen, Selbstfürsorge zu praktizieren und für ein größtmögliches Wohlgefühl nach der OP zu sorgen.




Vorbereitung: Geborgenheit, Wärme, Fürsorge


Hier sind ein paar Ideen, was du vor deiner OP tun kannst bzw. solltest:

  • Ausgiebig mit Badesalz baden um den Körper zu entsäuern

  • Freunde treffen

  • Bewegung in der Natur

  • Dinge so bereitstellen, dass du nach der OP nicht schwer heben musst. Auch bücken und strecken ist schwierig.

  • Vorräte einkaufen

  • Deinen Magen entlasten durch vollwertiges Essen

  • Gesunde Snacks z.B. gesunde Frühstückscookies, vegane Schokolade ohne Zucker und Gemüsekraftsuppe im Glas vorbereiten

  • Krankmeldung vorbereiten: Stell dich auf mindestens 2 Wochen ein

  • Gönne dir direkt vor der OP bewusst ein Wochenende zum Auftanken von Körper, Geist und Seele

  • Musik/ Podcasts/ Meditationen herunterladen

  • In Ruhe packen

  • Putzen, ausmisten, wegschmeißen: du möchtest in einer möglichst angenehmen und schönen Umgebung Zeit verbringen und heilen.


In der Klinik


In der Klinik kannst du das Beste aus deiner Situation machen:

  • Immer wieder bewusst und tief atmen, vor und nach der OP

  • Ausruhen wenn du erschöpft bist und alles ganz langsam machen.

  • Das Handy zwischendurch immer auf Flugmodus umschalten, damit du nicht sofort auf alles reagieren musst.

  • Langsam essen (du wirst eh nur wenig Hunger haben).

  • Lieber lesen und Podcasts oder Musik hören als fernsehen. Das ist entspannter und du merkst schneller, wenn du müde wirst.

  • Sei liebevoll und rücksichtsvoll mit dir.

  • Spätestens am 2. Tag aufstehen und ganz sanfte Bewegungen machen, z.B. im Zimmer oder auf dem Balkon herumspazieren, um deinen Kreislauf und deine Verdauung wieder in Schwung zu bringen.


Nach der OP


Endlich bist du zuhause angekommen und kannst in Ruhe heilen. Nutze diese Phase, um dir so viel Gutes wie möglich zu tun und deine Schwäche bewusst zu akzeptieren. Heilung dauert. Nimm dir die Zeit, dich zu umsorgen und in jedem Moment für dich da zu sein.

  • Kommuniziere deine Bedürfnisse

  • Bewegung: sanft und ruhig

  • Chlorophyll: frische Kräuter, Spinat, grünes Gemüse

  • Du bist die oberste Priorität in deinem Leben.

  • Hilfe und Unterstützung annehmen.

  • Journaling und Reflexion über deine Gefühle und Erfahrungen, die die OP in dir ausgelöst hat.

  • Kleine, schöne kreative Tätigkeiten wie z.B. Samen pflanzen, nähen, kochen, malen.

  • Langsam wieder deine Kräfte aufbauen.

  • Mitgefühl mit schwächeren Menschen haben.

  • Die Natur beobachten.

  • Gönne dir immer wieder Pausen.

  • Iss genügend Proteine, da sie die Heilprozesse in deinem Körper vorrantreiben: Schwarze Bohnen, Adzuki Bohnen, Fleischkraftbrühe

  • Wurzelgemüse verleiht dir Kraft: Karotten, Sellerie, Rote Beete, Petersilwurzel.

  • Routinen und Rituale für 3 Wochen pausieren und im Moment leben.

  • Vernetzung mit Frauen, die in derselben Situation sind.

  • Vollkornprodukte: Haferflocken, Hirse, Buchweizen, Reis, Mais, Quinoa

  • Was kannst du aus der Situation lernen?

  • Was möchte dein Körper dir mitteilen?

  • Welche Verhaltensweisen kannst du in deinen Alltag mitnehmen?

  • Wofür bist du dankbar?